Die „Milchkühe“ sind in kurzer Zeit, einem Bruchteil ihrer normal erreichbaren Lebenszeit, durch die ständige Milchproduktion verbraucht und werden geschlachtet, wenn aus den ausgelaugten Tieren nicht mehr genug Milch herauszuholen ist. Statt einer normalen Lebensspanne von etwa 25 Jahren werden die ausgelaugten „Milchkühe“ schon nach 4 – 5 Jahren „entsorgt“. Jährlich werden die Kühe geschwängert, damit der Milchfluss nicht versiegt. Denn nur nach der Geburt eines Kälbchens gibt eine Kuh Milch. Nach der Geburt werden Mutter und Kind getrennt, was einen traumatischen Trennungsschmerz bei beiden auslöst. Aber auch für die Kälbchen ist der Leidensweg noch nicht zu Ende. Die weiblichen Kälber kommen in die Milchproduktion, wo sie wie ihre Mütter ihr kurzes Leben lang ausgelaugt und verschlissen werden. Die männlichen Tiere kommen in die Fleischproduktion. Da aber weltweit viel zu viele Kälber produziert werden, vernichtet man diese einfach in sogenannten „Herodesschlachthöfen“. Diese Grausamkeiten geschehen nur deshalb, weil die Verbraucher Milch trinken möchten. Milch, deren verheerende Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit inzwischen durch wissenschaftliche Studien aufgezeigt werden konnten.
Die Tierquälerei für die Produktion von Eiern in den weltweiten Legehennenhaltungen ist bekannt und sogar vom deutschen Verfassungsgericht als Tierquälerei bezeichnet worden (sogenanntes „Legehennenurteil“). Trotzdem geht die Quälerei weiter. Aber auch die Massenhaltung von Legehennen am Boden in der Biolandwirtschaft ist nicht artgerecht und klare Tierquälerei.
Da nur weibliche Hühner Eier legen, aber aus den bebrüteten Eiern genauso viele männliche wie weibliche Küken entstehen, werden die männlichen Küken als „nutzloser Abfall“ vergast oder in einem Schredder lebendig zermust. Zur „Hühnchenfleischproduktion“ taugen diese männlichen Küken nicht. Denn zur Fleischproduktion gibt es spezielle Hühnerrassen. Die tägliche Vernichtung von Tierkindern ist völlig normal (auch in der Biolandwirtschaft) und die alltägliche Realität unter den „Tierschutz“gesetzen dieser Welt, weil Verbraucher die Cholesterinbombe Ei verzehren möchten.
Jeder Verbraucher entscheidet jeden Tag an der Ladentheke, ob er durch den Kauf tierlicher Produkte den Auftrag für die extrem brutale Ausbeutung, das gnadenlose Quälen und Töten von Tieren erteilt.
© Dr. Ernst Walter Henrich 2009 – 2010