Wenn Moral beliebig ist, also von der eigenen Position der Stärke oder Schwäche abhängig ist, dann ist sie keine echte Moral, sondern Schein-Moral zum Durchsetzen brutaler egoistischer Ansprüche gegenüber hilflosen Schwächeren. Schein-Moral als psychologisches Hilfskonstrukt, um die eigene Beteiligung an diesen Verbrechen schönzufärben, damit das Gewissen sich nicht meldet. Was ist das für eine „Moral“, die wir nur dann anerkennen, wenn wir daraus einen brutalen egoistischen Vorteil auf Kosten der Schwächeren erlangen, die identische Moral aber dann auf einmal nicht mehr akzeptieren möchten, wenn wir selbst durch Stärkere massives Leid, Ausbeutung und Tod ertragen müssen? Vermeintliche Moral wird als Schein-Moral, Unmoral und als moralisches Verbrechen entlarvt.
Somit ist offenbar und bewiesen, dass das in unserer Gesellschaft praktizierte „ethische Spezialkonstrukt“ in Bezug auf Tiere in Wahrheit eine verquere unschlüssige „Schein-Moral“ darstellt, um die Verbrechen an Schwächeren zu rechtfertigen. Die durch Scheinmoral legitimierten Verbrechen werden zudem in sogenannten „Tierschutz“gesetzen legalisiert, so dass sie auf den ersten Blick moralisch einwandfrei erscheinen und so kaum hinterfragt werden. Die Beweisführung nach den Regeln der Logik, dass eine leicht entlarvbare Unmoral die Grundlage für die Ausbeutung der Tiere darstellt, ist evident und jetzt für jeden nachvollziehbar.
Nun können Sie entscheiden: Beteiligen Sie sich an den Verbrechen gegenüber Schwächeren durch Konsum tierlicher Produkte unter dem Deckmantel der Schein-Moral oder geben Sie in Ihrem Leben einer echten, unteilbaren Moral eine Chance, die auch die Schwächeren mit einbezieht?
© Dr. Ernst Walter Henrich 2009 – 2010