Aus ärztlicher Sicht ist bei einer veganen Ernährung eine zusätzliche Versorgung mit diesem Vitamin durch angereicherte Lebensmittel (Säfte, Frühstückscerealien, Sojamilch usw.) und einem Vitamin-B12-Nahrungsergänzungspräparat aus Sicherheits­grün­den zu empfehlen. Alternativ dazu kommt nur eine regelmässige Überprüfung der Vitamin-B12-Konzentration im Blut in Frage. Vergleicht man aber das Ein­halten dieser Regel mit den erwiesenen gesundheitlichen Gefahren durch den Verzehr von Fleisch, Milch und Fisch, so erkennt man sofort, wie unsinnig es wäre, nur wegen Vitamin B12 diese gesundheitsgefährdenden tierlichen Produkte zu essen. Es wäre nicht nur völlig unverhältnismässig, es wäre ein Irrsinn, einen eventuellen Mangel an dem Vitamin B12, der noch nicht einmal sicher ist und leicht durch angereicherte Nahrungsmittel und Nahrungsergänzungsmittel behoben werden kann, durch eine massive gesundheitliche Gefährdung durch Fleisch, Milch usw. ausgleichen zu wollen. Der Zusammenhang zwischen Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und anderen schwerwiegenden gesundheitlichen Störungen ist durch viele wissenschaftliche Studien nachgewiesen – die Belastung der Weltmeere durch Umweltschadstoffe und damit der Fische ebenfalls. Deshalb ist es aus gesundheitlichen Gründen nicht nur ratsam, sondern sogar geboten, diese tierlichen Produkte nicht zu verzehren. Das in diesem Fall eventuell fehlende Vitamin B12 ist ganz einfach mit angereicherten Nahrungsmitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln zuzuführen.

Eine Erfahrung habe ich im Laufe der Jahre immer wieder gemacht: Wer gegen vegane Ernährung ist, weiss zu wenig darüber oder er verdient an tierlichen Produkten.

Zum weiteren Studium sehr zu empfehlen:

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